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Essenziellen Würden in der Astrologie – Wie Planeten ihre Natur ausdrücken

vor 9 Stunden
4 Min. Lesezeit
Nachthimmel sowie Planeten und Sternen


Essenzielle Würden

Die essenziellen Würden beschreiben, wie ein Planet in einem bestimmten Zeichen steht. Sie zeigen, ob ein Planet dort eher stark oder schwach wirken kann.

Steht ein Planet in einer guten Würde, hat er genügend Kraft und kann seine natürliche Wirkung gut entfalten.

Aber was bedeutet eigentlich „Essenz“? Das Wort kommt vom lateinischen esse und bedeutet „sein“. Gemeint ist damit das Grundwesen oder die natürliche Art von etwas. Bei einem Planeten beschreibt die Essenz also seine ganz eigene Natur.

Steht ein Planet in einer positiven Würde, kann er diese natürliche Seite besonders gut zeigen.

Nehmen wir Venus als Beispiel: Befindet sich Venus in ihrem Domizil, ist sie sozusagen in ihrem eigenen Zuhause. Sie fühlt sich dort wohl und kann ihre typisch venushaften Eigenschaften gut entfalten. Dazu gehören zum Beispiel Werte, Finanzen, Liebe, Ästhetik und die Fähigkeit, Frieden und Harmonie zu stiften.

Befindet sich Venus dagegen im Exil, ist sie weit von ihrem eigenen Zuhause entfernt. Dadurch fällt es ihr schwerer, ihre natürliche Art auszudrücken. In diesem Fall können eher ihre herausfordernden Seiten sichtbar werden, zum Beispiel Eifersucht oder Genusssucht.

Wichtig ist: Die Würden teilen die Planeten nicht einfach in „gut“ oder „schlecht“ ein. Das ist nicht ihre Aufgabe.

Sie zeigen vielmehr, wie leicht oder schwierig es einem Planeten in einem bestimmten Zeichen fällt, seine eigene Natur auszudrücken.

  • Die Planetenwürden sind grundlegende astrologische Messgrößen, die dazu dienen, zu verstehen, wie gut ein Planet in seinem Tierkreiszeichen wirkt.


Es gibt vier wichtige Begriffe, mit denen beschrieben wird, in welchen Tierkreiszeichen ein Planet besonders stark oder eher geschwächt ist: Domizil, Erhöhung, Exil und Fall. In der klassischen Astrologie sind diese Würden besonders wichtig, wenn es darum geht, die Kraft und Ausdrucksweise eines Planeten zu verstehen.


1- Domizil:

Das Domizil ist das Zeichen, in dem ein Planet ganz besonders gut seine eigene Natur zum Ausdruck bringen kann. Man könnte sagen, der Planet befindet sich hier in seinem eigenen Zuhause und wenn ein Planet in seinem Zuhause ist, ist er dort Herr und kann tun und lassen, was er will. Das zu Hause ist ihm vertraut und er kann sich dort am besten entfalten. Das Domizil ist die stärkste und beste Würde, die ein Planet haben kann. 

Mars steht zum Beispiel im Widder in seinem Domizil. Eigenschaften wie Bewegung, Mut, Durchsetzungsvermögen und Kampfgeist können hier besonders deutlich zum Ausdruck kommen.


2- Erhöhung:

In einem Zeichen, in dem ein Planet erhöht steht, kann er seine Kräfte besonders stark und wirkungsvoll entfalten. Man

kann sich das am besten so vorstellen, dass der Planet sich als Ehrengast im Hause eines anderen befindet; er ist willkommen und genießt eine besonders freundliche Behandlung. Jedoch muss auch ein Ehrengast sich an die Regeln des Hausherrn halten. Ein erhöhter Planet zeigt sich etwas besser als er in Wirklichkeit ist, etwas übertrieben, jedoch darf man nicht vergessen, dass die Erhöhung immer noch sehr positiv ist.  Seine Eigenschaften können hier deutlich spürbar und unterstützend wirken.

Steht beispielsweise die Sonne im Widder, kann ihre Willenskraft, Vitalität und Fähigkeit, selbst die Initiative zu ergreifen, besonders stark zum Ausdruck kommen.


3- Triplizität

Die Triplizität beschreibt die Herrschaft eines Planeten über ein bestimmtes Element. Dabei spielt auch eine Rolle, ob es sich um ein Tages- oder Nachthoroskop handelt.

Zum Beispiel regiert Saturn bei Tag über die Luftzeichen, während Merkur bei Nacht diese Herrschaft übernimmt.

Die Triplizität ist eine positive Würde. Ein Planet, der sich in seiner Triplizität befindet, fühlt sich dort wohl und kann seine Eigenschaften leichter zum Ausdruck bringen. Man könnte sagen: Er ist in seinem Element.

Ein Planet kann dabei gleichzeitig unterschiedliche Würden haben. Mars steht zum Beispiel im Krebs sowohl im Fall als auch in seiner Triplizität. Venus befindet sich in der Jungfrau im Fall, steht dort aber in einem Tageshoroskop gleichzeitig in ihrer Triplizität.

Solche Kombinationen zeigen, dass eine Planetenkonstellation nicht einfach nur „gut“ oder „schlecht“ sein muss. Ein Planet kann gleichzeitig eine unterstützende und eine herausfordernde Würde haben. Das macht die astrologische Deutung differenzierter.


4- Grenzen (Term)

Die Grenzen teilen jedes Tierkreiszeichen in kleinere Abschnitte ein. Innerhalb dieser Bereiche hat jeweils ein bestimmter Planet eine zusätzliche Stärke und einen gewissen Einfluss.

Diese Stärke ist allerdings begrenzt, weil sich die Grenze nur über einige wenige Grade des Zeichens erstreckt.

Nehmen wir Saturn auf 29° Widder als Beispiel: Saturn steht im Widder im Fall und ist dadurch grundsätzlich geschwächt. Gleichzeitig befindet er sich dort aber in seiner eigenen Grenze. Dadurch wird seine Schwäche etwas abgemildert.

Auch bei den Grenzen ist es wichtig, genau auf die Grade zu achten. Die Gradangaben werden dabei nach der jeweiligen Einteilung der Grenzen berücksichtigt.

Zum Beispiel beginnt die Grenze der Venus im Schützen bei und reicht bis 13°59. Sie folgt damit direkt auf die Grenze von Jupiter, die bei 7°59 endet.


5- Facie (Face)

Die Facie, auch Gesicht (Face) genannt, ist eine eher schwache Würde. Sie verleiht einem Planeten nur eine geringe zusätzliche Stärke.

Man könnte sagen: Es ist besser, als gar keine Würde zu haben, zeigt aber keine besonders starke Stellung des Planeten an.


6- Exil

Das Exil ist das Zeichen, das dem Herrscherzeichen eines Planeten genau gegenüberliegt. Hier fällt es dem Planeten schwerer, seine natürliche Art direkt zum Ausdruck zu bringen. Seine Energie kann sich dadurch anders oder indirekter zeigen.

Venus steht zum Beispiel im Widder im Exil. Die Venus steht für Beziehungen, Harmonie, Ausgleich und Rücksichtnahme. Im Widder kann es deshalb schwieriger sein, diese Eigenschaften auf ihre typische Weise auszudrücken. Stattdessen können mehr Direktheit, Eigenständigkeit und Ungeduld in Beziehungen zum Vorschein kommen.


7- Fall

Der Fall ist das Zeichen, das dem Erhöhungszeichen eines Planeten gegenüberliegt. In dieser Stellung kann es für den Planeten schwieriger sein, seine natürliche Energie frei und mühelos auszudrücken.

Der Mond steht beispielsweise im Skorpion im Fall. Der Mond steht unter anderem für Gefühle, Bedürfnisse und unsere emotionale Reaktion. Im Skorpion können diese Gefühle besonders tief und intensiv erlebt werden. Gleichzeitig können sie stärker kontrolliert oder zurückgehalten werden.


Die klassische Tabelle der Würden

Die essentiellen Würden der klassischen Astrologie lassen sich also wie folgt zusammenfassen:


 
 
 

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